Für die sogenannte prowestliche Regierung in Kiew scheint die Meinungsfreiheit kein sonderlich hohes Gut zu sein. Bekanntlich wurde der französische Schauspieler Gerard Depardieu zusammen mit 13 anderen Künstlern auf eine schwarze Liste gesetzt. Die Filme Depardieus dürfen in der Ukraine nicht mehr gezeigt werden. Sein Vergehen: Der „Obelix“-Darsteller hält mit seiner Sympathie für die Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht hinter dem Berg, und er nahm sogar die russische Staatsbürgerschaft an.

Völlig zu Recht verurteilte der russische Abgeordnete Franz Klinzewitsch von der Regierungspartei Geeintes Russland die ukrainische Liste als Bestrafung kritischer Menschen. „Ihre ganze Schuld besteht darin, dass sie sagen, was sie denken.“ Jedenfalls passen schwarze Listen wie die ukrainische nicht zu Demokratien, sondern eher zu Diktaturen. Aber das dürfte den Strippenziehern in Washington ziemlich egal sein.

 

A. M.

 

 

(Bild: Встреча с Жераром Депардьё/wikimedia.org)