In Söldnern sieht die Ukraine offenbar ihr Heil im Kampf gegen die prorussischen Separatisten im Osten des Landes. Weil sich die Kriegsbegeisterung unter den Ukrainern offenbar in engen Grenzen hält, was wiederum zu Rekrutierungsproblemen führt, sollen künftig Ausländer in der ukrainischen Armee dienen. Bislang kämpfen Ausländer in sogenannten „Freiwilligenverbänden“.

Jedenfalls hat das Parlament in Kiew in erster Lesung ein Gesetz angenommen, welches die Integration der „Freiwilligen aus dem Ausland“ in die regulären Streitkräfte ermöglicht. So soll die Aufgabe der bisherigen Staatsbürgerschaft und die Annahme der ukrainischen keine Voraussetzung mehr für den Eintritt in die Armee sein. Die größte Gruppe der mindestens 1.000 ausländischen Kämpfer stellen übrigens die Tschetschenen.

„Durch die Ausländer, die den Streitkräften beitreten, verringern sich der Mobilisierungsbedarf bei Ukrainern und die Ausgaben für die Kampfteilnehmer, Invaliden und Hinterbliebenen“, sagte Gesetzesautor Dmitri Timtschuk der Internetzeitung „Ukrainskaja Prawda“. Das Gesetz muss noch in zweiter Abstimmung bestätigt werden.

 

B. T.

 

 

(Bild: www.mil.gov.ua)