Frankreichs Sozialisten werden von einem gewaltigen Linksrutsch erschüttert. Bei der zweiten Runde der Vorwahl des sozialistischen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl setzte sich der ultralinke frühere Minister Benoit Hamon mit knapp 59 Prozent gegenüber dem lange favorisierten ehemaligen Ministerpräsidenten Manuel Valls durch, der dem gemäßigten Parteiflügel zuzurechnen ist.

Punkten bei der Präsidentschaftswahl will Hamon mit einem Sammelsurium von realsozialistischen Versatzstücken. So will er jedem Franzosen ein monatliches Grundeinkommen von 750 Euro zahlen. Kosten: geschätzte 40 Milliarden Euro. Quasi als „Ausgleich“ soll die gesetzliche Wochenarbeitszeit auf 32 Stunden reduziert werden. Geht es nach dem Sozialisten, sollen Roboter besteuert und Cannabis legalisiert werden.

In Hamon haben die linken Medien Europas nun einen neuen Liebling gefunden. Das dürfte vor allem daran liegen, dass er die unter dem Denkmantel des Asylwesens stattfindende Masseneinwanderung bejubelt. „Wir sind ein starkes Land, das viel mehr Migranten als die bisherigen 0,12 Prozent unserer Bevölkerung aufnehmen kann“, sagte er im Dezember bei einer Fernsehkonfrontation. Die von integrationsunwilligen Ausländern in den Banlieus, den heruntergekommenen Vorstädten der französischen Großstädte verübte tägliche Gewalt ist für Hamon natürlich kein Thema.

Interessanterweise wurde, als sich abzeichnete, dass sich bei den Sozialisten Hamon durchsetzen wird, ein „Skandal“ rund um Francois Fillon publik. Dem Präsidentschaftskandidaten wird vorgeworfen, seine Ehefrau jahrelang auf Kosten der Steuerzahler zum Schein als parlamentarische Mitarbeiterin angestellt zu haben. Offenbar versucht die Linke Frankreichs, unterstützt von den ihr nahestehenden Medien, Fillon zu diskreditieren, damit es in der zu erwartenden Stichwahl zu einem Duell zwischen Hamon und Marine Le Pen vom Front National kommt – in der Hoffnung, dass sich der Sozialist durchsetzt.

 

[Text: B. T.; Bild: Ulysse Bellier/wikimedia.org]