Wer steht hinter Norbert Hofer

Hofer tritt als freiheitlicher Kandidat an. Seine Überparteilichkeit hat er als ­Dritter Nationalratspräsident ­hinreichend ­bewiesen

Hofer tritt den Wählern offen und ehrlich gegenüber. Er versucht nicht, seine politische Gesinnung hinter einer Schein-Unabhängigkeit zu verstecken, sondern tritt bei der Bundespräsidentenwahl ganz selbstverständlich als Kandidat der Freiheitlichen Partei an. Auch wenn sein Wahlkampf von der FPÖ finanziert wird, bedeutet das noch lange nicht, dass er ein parteiischer Bundespräsident wäre. Wie seine Forderung nach einem Ausbau der direkten Demokratie zeigt, ist für Hofer der Wählerwille die Richtschnur seines Amtsverständnisses.
Überdies hat Hofer als Dritter Präsident des Nationalrates seine Überparteilichkeit hinlänglich bewiesen. Seine Vorsitzführung war stets korrekt, und wenn es notwendig war, gab es Ordnungsrufe für angriffige Äußerungen eher für die eigenen Parteifreunde als für die Vertreter anderer Parteien. Und dass er nach einer Nationalratswahl automatisch die stärkste Partei mit der Regierungsbildung beauftragen würde, unterstreicht, dass Hofer – im Gegensatz zu seinem grünen Konkurrenten – die für das höchste Amt im Staate erforderliche Eignung hat.
Unabhängigkeit und Überparteilichkeit zeigte Hofer auch in einem Interview mit der Gratiszeitung „heute“ vom 13. Mai. Als er gefragt wurde, ob er als Freiheitlicher nicht Neuwahlen haben wollen müsste, weil die FPÖ Nationalratswahlen gewinnen könnte, antwortete er: „Als Freiheitlicher ja, aber als Präsident nicht. Da muss ich überparteilich agieren.“

 

Wer steht hinter Van der Bellen

Offiziell tritt Van der Bellen als „unabhängiger“ Kandidat an. Seinen Wahlkampf finanzieren aber Grüne, SPÖ und der Industrielle Haselsteiner

Van der Bellen, der frühere Chef der Grünen, will den Wählern weismachen, er sei ein „unabhängiger“ Kandidat. Die vom Verein „Gemeinsam für Van der Bellen – Unabhängige Initiative für die Bundespräsidentschaftswahl 2016“ veröffentlichten Spenden zeigen hingegen, dass es sich bei dieser Behauptung um eine plumpe Wählertäuschung handelt. So spendete die Partei „Die Grünen – die Grüne Alternative“ dem „unabhängigen“ Van der Bellen 2,110.200 Euro. Hinzu kommt noch eine Sachspende von den Grünen in Höhe von 1.164.300 Euro, macht in Summe knapp 3,3 Millionen Euro. Zudem wird eine Sachspende der SPÖ Wien von 11.178,60 Euro ausgewiesen.
Besonders großzügig erweist sich auch der linksliberale Industrielle Hans Peter Haselsteiner. Er spendete nicht nur 100.000 Euro an Van der Bellen, sondern finanziert mit einem sechsstelligen Betrag auch eine Kampagne, in der völlig grundlos behauptet wird, bei einem Wahlsieg des FPÖ-Kandidaten Hofer komme es zu einem EU-Austritt, womit Österreich Massenarbeitslosigkeit drohe.
Haselsteiners Großzügigkeit wird wohl kaum ohne Hintergedanken sein. Vielmehr dürfte er in Van der Bellen einen kongenialen Partner sehen. Der grüne Kandidat selbst schreibt, „der Bauunternehmer Hans Peter Haselsteiner, der für das LIF im Nationalrat saß, und ich wiesen eine beträchtliche „Schnittmenge“ unserer wirtschaftspolitischen Ideen auf“. Und wenn Haselsteiner „Europäisierung und Globalisierung für mehr Segen als Fluch“ hält, dann liegt er damit voll auf einer Linie mit ihm. Der Grüne sehnt nämlich nicht nur die „Vereinigten Staaten von Europa“ herbei, sondern sagt von sich selbst, dass er kein Globalisierungsgegner, somit ein Befürworter der Globalisierung ist.