Der unter anderem wegen Geldwäsche, Dokumentenfälschung und Betrug in Israel verhaftete ehemalige Berater von Bundeskanzler Kern, Tal Silberstein, hat dem Vernehmen nach von der SPÖ eine Jahresgage von 400.000 Euro kassiert. Bei dem Geld, das Silberstein, für den natürlich die Unschuldsvermutung gilt, erhalten hat, handelt es sich um Steuergeld. Denn bekanntlich finanzieren sich in Österreich die Parteien zum Großteil aus der staatlichen Parteienförderung.

Die Geschäftsbeziehungen zwischen Silberstein und der SPÖ reichen übrigens schon einige Jahre zurück. Bei der Nationalratswahl 2006 sicherte der Israeli dem roten Parteichef Alfred Gusenbauer den Wahlsieg und damit den Einzug ins Kanzleramt. Zuletzt verhalf er dem roten Wiener Bürgermeister Michael Häupl, noch einmal über die Runden zu kommen.

Geht man davon auf, dass Silberstein über nun fast schon zwölf Jahre das offizielle Honorar kassiert hat, ergibt sich ein ansehnlicher Millionenbetrag, für den letzten Ende der Steuerzahler aufkommen musste. Aber das dürfte noch nicht alles gewesen sein. Schließlich fielen etwa für die Übernachtungen Silberstein in Wiener Luxushotels erhebliche Spesen an, die wohl die rote Parteizentrale übernommen hat.

Die SPÖ ist aufgefordert offenzulegen, wie viel Geld an Tal Silberstein geflossen ist.

 

[Text: A. M.; Bild: Manfred Werner - Tsui cc-by-sa3.0/Wikimedia.org]