Rund 50.000 Flüchtlinge sind heuer schon nach Ungarn gekommen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es 43.000, und 2012 überhaupt nur etwa 2.000. Die meisten kommen illegal über Serbien ins Land, in der Regel handelt es sich um Afghanen, Iraker und Syrer. Mit diesen untragbaren Zuständen – zumal die Illegalen in die wohlhabenden EU-Staaten weiterreisen wollen – macht nun die Regierung in Budapest Schluss. Sie ordnete die Schließung der 175 Kilometer langen Grenze zu Serbien an, außerdem soll ein vier Meter hoher Zaun errichtet werden, um illegale Grenzübertritte zu verhindern. Die Schließung der Grenze ist rechtlich möglich, weil Serbien als EU-Beitrittskandidat nicht dem Schengen-Raum angehört.

Die Regierung ist dazu entschlossen, Ungarn und die ungarischen Menschen vor dem Einwanderungsdruck zu schützen“, begründete Innenminister Peter Szijjarto die geplanten Maßnahmen. Und der nationalkonservative Ministerpräsident Viktor Orbán sagte in Richtung Belgrad: „Wir halten es nicht für richtig, dass sie uns Flüchtlinge schicken, sie müssen auf serbischem Gebiet aufgehalten werden.“ Anders als das politisch korrekte EU-Establishment hält Orbán nichts von der Humanitätsduselei. Vor einigen Wochen stellte er in einem Radiointerview klar: „Illegale Einwanderung ist eine Straftat.“

 

B. T.

 

(Bild: Syntax Terror/wikimedia.org)