In Ungarn will die Regierung also in nächster Zeit die Studienrichtung „Gender-Studies“ abschaffen. Zur Zeit wird dieses „Fach“ von zwei ungarischen Universitäten angeboten: Von einem staatlichen Institut und von der privaten „Central European University“ des Milliardenspekulanten George Soros.

Wirklich beachtenswert allerdings ist die Begründung des stellvertretenden ungarischen Ministerpräsidenten Zsolt Semyén für diesen Schritt, der das Vorgehen knapp und treffend folgend argumentierte: „Niemand will 'Genderologen' anstellen, also braucht man auch keine auszubilden."

Tja, so einfach ist das! Nach so simplen und logischen Kriterien könnte man auch hierzulande die Universitäten durchforsten und das überflüssige Angebot lichten. Wer braucht etwa einen „Politikwissenschaftler“, der uns vor der Wahl prognostiziert, was nach der Wahl nicht eintritt und uns dann erklärt, warum es doch eingetreten ist?

Wer braucht „Sportwissenschaftler“? Sport betreibt man, oder nicht. Aber man „studiert“ ihn nicht! Oder vielleicht doch? … Super-G im Hörsaal? Hätte Marcel Hirscher doch nur den „Master of Sports“ bestanden, wäre er gewiss zwanzig Hundertstelsekunden schneller unterwegs!

Und Goethe? Goethe wird überschätzt. Gut, Goethe schreibt nicht übel. Aber nichts gegen einen promovierten „Publizisten“!

Ganz zu schweigen von Johannes Heesters, der sich schon mit läppischen 108 Jahren zu Ruhe betten musste, weil er wohl in jungen Jahren das Studium der Ernährungswissenschaften verweigert hatte.

[Text: A.L.; Bild: Wikipedia.org/Elekes Andor; Lizenz: CC BY-SA 4.0]