In Umfragen hat die als rechtsextrem geltende Jobbik in Ungarn bereits 18 Prozent erreicht, während Fidesz, die Partei von Regierungschef Viktor Orbán, nur mehr auf 21 Prozent kommt. Bei jüngsten Regionalwahlen in Ungarn gelang es Jobbik, in 17 von 19 Komitaten zweitstärkste Partei zu werden und damit an die politische Spitze aufzuschließen. Für die nationalen Wahlen, die regulär 2018 stattfinden, scheint es somit tatsächlich so zu sein, wie Jobbik Chef Gábor Vona jüngst erklärte: dass es zu einem Match zwischen Fidesz und Jobbik kommen werde. Die ungarische Linke ist zerstritten, demoralisiert und weit abgeschlagen, und einziger Herausforderer der Fidesz-Regierung scheint tatsächlich Jobbik zu sein.

 

A. M.

 

 

(Bild: Screenshot N1TV/Youtube)