Ungarn zeigt erneut, dass es gewillt ist, der Masseneinwanderung nach Europa Einhalt zu gebieten. Denn Budapest lehnt die Einrichtung sogenannter Korridore an seiner südlichen Grenze ab, durch die Einwanderer von Serbien aus über ungarisches Territorium nach Österreich gelangen können. „Ungarn hat es ausreichend klargemacht: Es unterstützt keine Pläne, Korridore an seiner Grenze im Süden zu öffnen oder andere Maßnahmen zu gewähren, um Einwanderer in den Schengen-Raum zu transportieren“, sagte der ungarische Regierungssprecher Zoltan Kovacs nach einem Treffen der Polizeichefs von Kroatien, Slowenien, Österreich und Ungarn in Wien.

Während andere EU-Staaten ihre Grenzen für angeblich „Schutzsuchende“ sperrangelweit öffnen, setzt Ungarn vorbildlich EU-Recht um, um illegale Grenzübertritte zu verhindern. Mitte September schloss Budapest die Grenze zu Serbien, und jene zu Kroatien, das kein Schengen-Mitglied ist, in der vergangenen Woche. Zudem will Ungarn Kontrollen an der Grenze zu Slowenien einführen, das dem Schengen-Raum angehört.

Die Zahlen geben der rechtskonservativen Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán recht: „Die Grenzschließung funktioniert und Grenzübertritte illegaler Einwanderer haben praktisch aufgehört“, sagte Regierungssprecher Kovacs am Montag. Und er fügte hinzu: „Die Maßnahmen, die an der ungarisch-serbischen und der ungarisch-kroatischen Grenze ergriffen wurden, zeigen entgegen allen Zweifeln, dass es möglich ist, wirksame und erfolgreiche Schritte gegen illegale Einwanderer zu setzen.“ Die anderen EU-Staaten sind gut beraten, sich an Ungarn ein Beispiel zu nehmen und ihre Grenzen zu schützen anstatt sie zu öffnen.

 

 

Text: B. T.
Bild: Bőr Benedek/wikimedia.org