Bei den teils gewalttätigen Protesten im Iran sind bisher 20 Menschen ums Leben gekommen. Der Ärger der unzufriedenen Iraner richtet sich laut Medienangaben gegen die weitverbreitete Korruption sowie gegen das Regime im Allgemeinen. Die USA, die von der iranischen Regierung beschuldigt werden, hinter den sich ausweitenden Unruhen zu stehen, wittern indessen die Chance auf einen „Regimewechsel“ in Teheran. Der Iran, der sich nicht den Vorgaben aus Washington beugt, brauche einen „Wandel“, sagte Donald Trump.

Zudem fuhr der US-Präsident, der das Atomabkommen mit Teheran lieber heute als morgen kündigen will, fort, den Iran zu dämonisieren. So forderte er das Land auf, „die Rechte der Menschen zu respektieren“. Außerdem warnte Trump „unterdrückende Regime“, sie würden nicht „für immer bestehen“, auch würden die USA „die Menschenrechtsverletzungen sehr genau beobachten“. Letzteres ist ein klarer Hinweis, dass die Vereinigten Staaten auf der Seite der iranischen Regimegegner.

Möglicherweise trägt die jahrelange US-Subversion im Iran nun Früchte. Tatsache ist, dass einschlägige US-Stiftungen in dem rohstoffreichen Land am Persischen Golf aktiv sind. So etwa das „National Endowment for Democracy“ (NED). In den Jahren 2014 bis 2016 investierte die staatlich finanzierte „Nationale Demokratiestiftung“, die auch als „ziviler Arm der CIA“ bezeichnet wird, laut eigenen Angaben 2,948.733 US-Dollar in die „Demokratieförderung“ im Iran. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten des NED liegt in der Schulungen von Regimegegner, damit diese ihre Kommunikation besser vernetzen und damit Protestkundgebungen effektiver organisieren können. Hier scheint die US-Subversion durchaus erfolgreich zu sein. Wühlarbeit gegen den Iran betreiben bzw. betrieben auch die Parteistiftungen von Republikanern und Demokraten, nämlich das International Republican Institute (IRI) und das National Democratic Institute (NDI)

[Text: B. T.; Bild: tasnimnews.com www.wikipedia.org]