Griechenland, das sich seit Jahren ständig am Rande des Staatsbankrotts befindet, will sich mit deutschem (Steuer)Geld sanieren. Als „Grundlage“ für seine Forderungen dienen vermeintliche Reparationsansprüche wegen der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg – die allerdings schon seit Jahrzehnten völkerrechtlich abgegolten sind. Um dennoch Stimmung gegen die Bundesrepublik zu machen und Berlin unter Druck zu setzen, ist den griechischen Behörden anscheinend keine Schublade tief genug.

In der Athener U-Bahn werden auf Videomonitoren die Fahrgäste mit Schwarz-Weiß-Aufnahmen vom 27. April 1941 beglückt. Zu sehen sind einrückende gepanzerte Fahrzeuge der Wehrmacht, und im Hintergrund ist die ruhige, ernste Stimme des Radiosprechers Kostas Stavropoulos von Radio Athen zu hören. Die deutschen Angreifer stehen am Rande Athens“, sagt er. „Brüder und Schwestern (...), Achtung, in wenigen Minuten wird Radio Athen nicht mehr griechisch sein. Es wird deutsch sein und nur noch Lügen senden.“ Damit auch die Touristen wissen, worum es geht, ist der Film mit Untertiteln in englischer Sprache versehen. Das Hetz-Video erreicht täglich rund eine Million Menschen.

Wie der „Spiegel online“ erfuhr, wurde die Aktion von mindestens fünf Ministerium, darunter auch dem Tourismusministerium, abgesegnet. Hinter der antideutschen Kampagne steht der stellvertretende Verteidigungsminister Kostas Isichos. Ihm zufolge soll mit dem Video als Teil der nationalen Verteidigungsstrategie das Bewusstsein der Griechen für die Verbrechen zur Zeit der Nationalsozialisten geschärft werden. Die zeitliche Nähe zu den Reparationsforderungen gegen die Bundesrepublik legen jedoch andere Motive nahe.

 

B. T.

 

 

(Bild: Screenshot Onalert/Youtube)