Die islamistischen Terroranschläge in Paris haben Eingang in die US-Innenpolitik gefunden. Während Präsident Barack Obama bis Herbst nächsten Jahres bis zu 10.000 Syrer in den Vereinigten Staaten ansiedeln will, kommt aus 25 Bundestaaten – 24 werden von republikanischen Gouverneuren regiert, einer von einer Demokratin – heftiger Widerstand. Sie fürchten, dass sich unter den anzusiedelnden Syrern auch Terroristen befinden, die in den USA Anschläge verüben könnten. „Ich glaube auch nicht, dass derzeit Waisenkinder unter fünf Jahren in die Vereinigten Staaten hereingelassen werden sollten“, sagte beispielsweise Chris Christie, der Gouverneur von New Jersey, der sich um die republikanische Präsidentschaftskandidatur bewirbt.

Generell sprechen sich die republikanischen Gouverneure nur für die Aufnahme von Christen aus. Präsident Barack Hussein Obama spricht hingegen von einer „hysterischen Debatte“, und spielt das mit der Einwanderung aus islamischen Ländern verbundene Sicherheitsrisiko bewusst herunter. „Das muss aufhören, denn die Welt sieht zu“, sagte er am Rande eines Besuchs auf den Philippinen.

Die Debatte zeigt jedenfalls, dass in den USA viele vernünftig denkende Leute bedeutsame Posten, etwa als Gouverneure innehaben. Ihnen ist die nationale Sicherheit wichtiger als das moralinsaure Gutmenschengeschwätz. Anders verhält es sich in Europa, wo entgegen aller Warnungen vor islamistischen Terroranschlägen verantwortungslose Politiker wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Politik der offenen Tür verfolgen.

 

 

Text: A. M.
Bild: wikimedia.org/Voice of America News: Margaret Besheer reports from the northern Lebanese city of Tripoli; "Syrian Refugees Seek Out Smugglers".