In den USA haben die Verfechter der political correctness, die gern Symbole, Begriffe oder Wörter aus dem öffentlichen Gebrauch verbannen wollen, eine schwere Schlappe erlitten. Seit einiger Zeit stürmte die vereinigte Front der Gutmenschen gegen den Besitzer der Profi-Footballmannschaft Washingtons an, um ihn zur Änderung des Namens seiner Mannschaft „Redskins“ („Rothäute“) zu bewegen. Dieser Name sei anstössig und könne die Gefühle der „Native Americans“, also der amerikanischen Ureinwohner, verletzen, so die Argumentation der Kampagne für die Umbenennung, der sich alle Senatoren der Demokraten, Präsident Obama und viele Künstler, Sportler und Sportreporter angeschlossen haben, um regelmässig von den Medien assistiert Druck auszuüben.

Nun befragte schließlich die „Washington Post“ in einer Umfrage Angehörige unterschiedlicher Indianer-Stämme im ganzen Land zu dieser Thematik und das Ergebnis war eindeutig. 90 Prozent der befragten Rothäute erklärten, dass sie der Name der Footballmannschaft nicht im Geringsten störe. Somit haben nun die Gralshüter der political correctness das Problem, dass die vermeintlichen Opfer des „unkorrekten“ Sprachgebrauchs offensichtlich weniger sensibel sind und wohl gänzlich andere Probleme haben, als es sich die Kampagnisierer vorstellen können. In der „Washington Post“ kam auch eine Angehörige der Chippewa zu Wort: „Ich bin stolz darauf, Native American zu sein, und stolz auf die Redskins. Ich schäme mich für beides nicht.“

 

 

[Text: M. H.; Bild: Keith Allison from Hanover, MD, USA/wikimedia.org]