Einen interessanten Beitrag steuerte die bekannte US-amerikanische Radio- und Fernsehmoderatorin Laura Ingraham bei einer ihrer Sendungen zur #MeToo-Debatte bei: „Wird die #MeToo-Bewegung zu einem Spielverderber der diesjährigen Weihnachtsfeiern?“ Außerdem sagte Ingraham, die dem konservativen Lager zuzuordnen ist, „ich kann es sehen, dieses Jahr könnte ein bisschen weniger weihnachtlich sein“. Denn es könnte unter anderem „weniger Alkohol, weniger Spaß“ geben. Dann fragte Ingraham ihren Gast, den Komiker Jimmy Failla, „ob das alles den Spaß von Weihnachten tötet?“.

Ingraham bezog sich bei ihren Aussagen auf Vox Media. Denn dieses US-Medienunternehmen wird immer mehr zu einem politisch korrekten Kindergarten für Erwachsene. Anstatt auf die Eigenverantwortung der Mitarbeiter zu setzen, kündigte Vox Media im Oktober an, dass es heuer bei offiziellen Weihnachtsfeiern ein Limit von zwei (alkoholischen) Getränken geben werde, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Anlass für diese Bevormundung war die Entlassung von Direktor Lockhart Steele wegen Vorwürfen sexueller Belästigungen.

In sozialen Medien wurde Ingraham übrigens heftig kritisiert. Unter anderem wurde der Moderatorin vorgeworfen, sie würde sexuelle Übergriffe verharmlosen und unterstellen, Spaß bei Feiern wäre ohne sexuelle Belästigungen nicht möglich.

 

[Text: B. T.; Bild: Gage Skidmore]