Während sich die sogenannte Migrantenkarawane von Mexiko aus auf die Vereinigten Staaten zubewegt, will US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge Maßnahmen gegen den Asylmissbrauch ergreifen. Konkret will Trump ein Dekret unterzeichnen, wonach Asylanträge nur mehr an offiziellen Grenzübergängen Asylanträgen gestellt werden dürfen. Das bedeutet umgekehrt, dass illegale Einwanderer keine Asylanträge mehr stellen können.

Das neue Dekret ist ein Schritt im Kampf gegen den offenbar weitverbreiteten Asylmissbrauch. So schreibt die „New York Times“: „Beamte der Trump-Regierung verteidigen den neuen Ansatz. Sie sagen, der Präsident reagiert auf Statistiken, die zeigen, dass die meisten Asylwerber letztendlich abgelehnt werden – aber viele von ihnen schwänzen ihre Anhörungen vor Gericht und ziehen es vor, illegal in den Vereinigten Staaten zu bleiben.“

Hinzu kommt, dass die Migranten als Mittelamerika keine politisch Verfolgten im Sinne der Genfer Konvention sind. So schreibt die Zeitung „USA Today“, die Migranten als Mittelamerika sagten, die seien „entschlossen, die US-Grenze zu erreichen, und führen als Gründe die grassierende Armut und die Korruption der Regierung sowie Bandengewalt und Preistreiberei in ihren Heimatländern an“. Manche der Migranten, die in Richtung US-Grenze marschieren, fallen mit einer fordernden und respektlosen Haltung auf. So zitiert das Blatt den 18-jährigen Jorge Lopez, der einen Asylantrag stellen will: „Es ist mir egal, was Donald Trump sagt. Wenn ich nicht durch die Eingangstür gehen kann, weil sie mir es nicht erlauben, werde ich eintreten wie auch immer ich kann.“

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia/U.S. Customs and Border Protection ; Lizenz: Public Domain]