Immer wieder kommt es in Venezuela zu Protesten gegen Präsident Nicolas Maduro, der erst kürzlich für eine zweite Amtszeit vereidigt wurde. Wichtigste Gründe für den Unmut vieler Venezolaner sind die sich ständig verschlechternde Wirtschaftslage, die grassierende Korruption und die Misswirtschaft der regierenden Sozialisten. Und die USA wollen nun die wachsenden Spannungen in dem südamerikanischen Land für einen „Regimewechsel“ nutzen.

US-Vizepräsident Mike Pence ließ über den Kurnachrichtendienst Twitter wissen, dass die Vereinigten Staaten „an der Seite des venezolanischen Volkes steht, das versucht, von Diktator Nicolas Maduro seine Freiheit wieder zu gewinnen“. Daher werde Washington im eigenen vitalen Interesse sowie im Interesse des venezolanischen Volkes werden wir nicht zusehen, wenn Venezuela zerfällt.

Ähnlich äußerte sich Pence in einem im „Wall Street Journal“ erschienenen Gastkommentar. Der US-Vizepräsident behauptete, „Venezuelas Krise wird sich verschärfen, bis die Demokratie wieder hergestellt ist“. Außerdem schrieb Pence, „Maduro muss gehen“. Wieder einmal ist die „Demokratie“ für die USA ein Vorwand, sich in andere Länder einzumischen. Dass etwa der US-Verbündete Saudi-Arabien eine Klerikal-Diktatur ist, stört in Washington niemanden. Daher ist davon auszugehen, dass die USA mit einem „Regimewechsel“ in Caracas andere Ziele verfolgen, nämlich die Kontrolle über den Erdölreichtum Venezuelas zu erlangen. Hinzu kommt, dass Maduro besonders enge Beziehungen zu Russland und China, den beiden großen geopolitischen Rivalen der USA, pflegt.

[Text: B.T.; Bild: wikipedia.org/Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America; Lizenz: CC BY 2.0]