Es ist ein weiterer Beweis, dass die USA mit ihrer kurzsichtigen und verfehlten Politik Islamisten unterstützen. Rund 70 von den USA ausgebildete und ausgerüstete syrische Rebellen übergaben ihre Waffen an die mit Al Kaida verbündete Al Nusra-Front, nachdem sie die Grenze zur Türkei überquert hatten. Unklar ist derzeit, ob die Rebellen die Waffen den Rebellen, die auch als „Division 30“ bekannt sind, freiwillig ausgehändigt hatten oder ob sie gefangengenommen worden waren.

Die britische Zeitung „The Telegraph“ zitierte eine Twitter-Nachricht des Al Nusra-Mitglieds mit dem Namen Abu Fahd al-Tunisi: „Es es eine schwere Schlappe für Amerika … Die neue Gruppe Division 30 übergab gestern all ihre Waffen der Al Nusra-Front, nachdem ihr freies Geleit zugesichert worden war. Sie übergaben eine große Anzahl an Munition und mittelschwere Waffen sowie Pick-up-Geländewagen.“

Ein anderer Islamist, Abu Khattab al-Maqdisi, der ebenfalls ein Mitglied der Extremistengruppe sein soll, sagte, der Kommandant der Division 30, Anas Ibrahim Obais, habe den Al Nusra-Führern mitgeteilt, er hätte die USA ausgetrickst, um die Waffen zu bekommen. „Er sprach, eine Erklärung zu veröffentlichen, in der er sich von der Division 30, der US-geführten Koalition und denen, die ihn ausbildeten, distanziert. Er gab Al Nusra auch eine große Zahl an Waffen“, zitiert der „Telegraph“ al-Maqdisi.

Die USA geben 500 Millionen Dollar aus, um eine Truppe von 5.400 Kämpfern von sogenannten „moderaten“ Rebellen im Kampf gegen den IS auszubilden. An diesem Programm wird jedoch auch in Washington heftige Kritik geübt. So sagte vergangene Woche der hochrangige US-General Lloyd Austin bei einer Anhörung im Kongress, dass derzeit in Syrien nur vier von den Vereinigten Staaten ausgebildete Rebellen gegen den IS kämpfen.

 

B. T.

 

 

(Bild: VOA News; Scott Bobb reporting from Aleppo, Syria/wikimedia.org)