Die USA lassen nichts unversucht, um ihren großen militärischen Vorsprung gegenüber China und Russland aufrechtzuerhalten. In diesem Zusammenhang ist ein 100 Milliarden Dollar schwerer Rüstungsauftrag zu sehen, den das US-Verteidigungsministerium in den nächsten Wochen vergeben wird. Dabei geht es um die Entwicklung und Herstellung von Langstreckenbombern der Generation B-3. Wie die im Dienst befindlichen B-2-Bomber sollen auch die neuen Flugzeuge über Tarnkappeneigenschaft verfügen, also für feindliches Radar nicht erkennbar sein. Zudem soll der künftige US-Bomber über eine Mindestreichweite von 4.500 Kilometern verfügen, womit sich russische oder chinesische Städte problemlos erreichen ließen. „Die B-3 kann sicherstellen, dass die Vereinigten Staaten bei einem strategischen Kampf mit China die Oberhand behalten“, schreibt der Militärexperte Robbin Lairs im Internetportal „Breakingdefense“. Auch wären die Flugzeuge aus der Luft betankbar.

Wie der russische Sende RT berichtet, bewerben sich ein Konsortium bestehend aus den US-Rüstungskonzernen Boeing und Lookheed Martin sowie Northrop Grumman. Northrop ist der Hersteller der B-2-Langstreckenbomber. Bei den B-3-Flugzeugen handelt es sich laut RT um den „potenziell größten Rüstungsauftrag der kommenden Jahrzehnte“. Insgesamt sollen 100 Bomberflugzeuge hergestellt werden, wobei sich allein die Forschungs- und Entwicklungskosten auf 25 Milliarden Dollar belaufen sollen.

Ob die Kosten für ein B-3-Kampfflugzeug wie vom Pentagon behauptet 550 Millionen Dollar kosten wird, ist zu bezweifeln. Denn neuesten Erkenntnissen zufolge wird eine endgültig gebaute Maschine im Schnitt jedoch mehr als eine Milliarden US-Dollar kosten. Schuld daran seien nicht nur falsche Kalkulationen, sondern auch entstehende Kosten durch Inflation, Wartung und technologische Verbesserungen. Die Indienststellung der B-3 soll 2025 erfolgen.

Lesen Sie dieses und vieles mehr aus aller Welt auch in der Druckausgabe der nächsten „Zur Zeit“.

 

B. T.

 

 

(Bild: Staff Sgt. Bennie J. Davis III/wikimedia.org)