In der Hymne der USA wird das „Land der Freien“ besungen. Allerdings kann es mit der Freiheit schnell vorbei sein, wie ein Fall aus Texas zeigt. Wie Medien berichteten wurde ein Mann, der seine Steuerschuld in 1-Dollar-Scheinen begleichen wollte, wegen „Störung der Amtshandlung und (ihrer) Wirksamkeit“ verhaftet.

Der 27jährige Texaner Timothy Andrew Norris hatte sich im Wichita County-Amtshaus eingefunden, um seine Grundsteuer in Höhe von 600 Dollar zu bezahlen. Als er eine 1-Dollar-Banknote nach der anderen auf den Tisch legte, platzte dem Finanzbeamten Tommy Smyth bald der Kragen. Er forderte Norris – der laut Anschuldigung des Finanzers die Geldscheine auf eine besonders eigentümliche Weise zusammenfaltete –, sein Handeln zu unterlassen. Angeblich brauchte das Entfalten eines jeden Dollarscheins sechs Minuten, weshalb die Begleichung der gesamten Steuerschuld 3.600 Minuten in Anspruch genommen hätte. Oder, wie Smyth anmerkte, „60 Stunden, länger als eine Arbeitswoche“. Nachdem sich Norris weigerte, der Aufforderung nachzukommen, ließ Smyth ihn festnehmen.

Auch wenn Norris den Steuerbeamten provoziert haben mag, so ist er dennoch im Recht. Denn Bargeld – gleich, in welcher Stückelung – ist nach Abschnitt 31.06 des „Texas Code“ ein Mittel, um die Grundsteuer zu begleichen: „Ein Steuereintreiber akzeptiert die Währung der Vereinigten Staaten oder einen Scheck oder Geld zur Zahlung der Steuern (…)“. Und ein US-Bundesgesetz stellt unmissverständlich klar: „Münzen und Banknoten der Vereinigten Staaten (einschließlich der Banknoten der Federal Reserve …) sind ein gesetzliches Zahlungsmittel für alle Schulden, öffentliche Abgaben, Steuern und Gebühren.“

 

B. T.