Einmal mehr bestätigt sich, dass Diplomatie nicht die Sache der USA ist. Solange die Regierung Nordkoreas „ihr Verhalten nicht grundlegend verbessert“, werde es keine Gespräche geben, sagte ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates. Und in Washington sieht man keine Änderung der Haltung Pjöngjangs: „Angesichts des jüngsten Raketentests ist jetzt ganz sicher nicht die Zeit für Gespräche“, fügte der Sprecher hinzu.

Zuvor hatte sich US-Außenminister Rex Tillerson bei einer Veranstaltung der Denkfabrik Atlantic Council für Gespräche mit Nordkorea ausgesprochen: „Wir sind für ein erstes Treffen ohne Vorbedingungen bereit. Lasst uns einfach zusammenkommen.“ Dabei spielt für Tillerson das Gesprächsthema keine Rolle, seiner Meinung nach „könnten wir über das Wetter reden und darüber sprechen, ob es ein viereckiger oder ein runder Tisch sein wird“. Ein Reden übers Wetter könnte zwar nicht den Streit um das nordkoreanische Atomprogramm lösen, wäre aber ein erster Schritt zur Verbesserung des spannungsgeladenen Klimas zwischen Pjöngjang und Washington.

Die Erklärung des Sprechers des Nationalen Sicherheitsrates zeigt, dass in der US-Außenpolitik weiterhin die Falken das Sagen haben. Das wiederum bestärkt den USA ablehnend gegenüberstehende Länder wie Nordkorea, an ihrem Kurs festzuhalten. So hat Nordkorea nicht zuletzt aufgrund der häufiger werdenden Drohungen aus Washington sein umstrittenes Atom- und Raketenprogramm intensiviert.

 

[Text: B. T.; Bild: State Department Photo/ Public Domain]