Die ungezügelte Masseneinwanderung führt bei vielen Europäern zu Unbehagen. Politisch korrekte Kreise – aber nicht nur diese – behaupten, dass es sich dabei um „Fremdenfeindlichkeit“ handle. So stimmt auch die NATO in den Chor der „Willkommensbefürworter“ ein und vermutet, dass „Hass-Kampagnen“ gegen die sogenannten Flüchtlinge von einer „ausländischen Macht“, nämlich von Russland, gesteuert würden. Konkret spricht das NATO-Kommunikationszentrum Stratcom, das seinen Sitz in der lettischen Hauptstadt Riga hat, von der „Russischen Reichsbewegung“. Dabei handelt es sich um eine nationalistische Gruppe, die in Opposition zu Präsident Wladimir Putin steht.

Die schwedische Zeitung „Dagens Nyheter“ berichtet, dass der Leiter von Stratcom, Janis Sarts, sagte, man sehe Ähnlichkeiten in der Art, wie die Informationen im Netz verbreitet werden und stelle außerdem fest, dass sich viele in der Qualität und im Inhalt ähnlich seien. Alle Kampagnen zielten darauf ab, in Europa Angst vor den unbekannten Fremden zu schüren. Laut Sarts stehe die Urheberschaft noch nicht eindeutig fest, aber es gäbe Muster, die denen der „Informationskriege“ auf der im Vorjahr zu Russland heimgekehrten Halbinsel Krim ähnlich seien.

Die NATO, die von den USA dominiert wird, hat also, so der Umkehrschluss, ein Interesse an der Masseneinwanderung aus dem Nahen und Mittleren Osten nach Europa. Denn dadurch sind die europäischen Mitglieder des Nordatlantikpakts, allen voran die Bundesrepublik Deutschland, zunehmend und vor allem auf absehbare Zeit geschwächt, mit sich selbst beschäftigt und haben keine Zeit, den USA ins Handwerk zu pfuschen. Zudem werden gewaltige finanzielle Ressourcen gebunden. Und ganz nebenbei will die NATO mit ihren Behauptungen, für die sie keine Beweise vorlegen kann und die deshalb im Reich der Verschwörungstheorien anzusiedeln sind, die Russlandfeindlichkeit in Europa schüren.

 

 

Text: B. T.
Bild: Lipton sale/wikimedia.org