Ukrainische Sabotageversuche auf der Krim und wiederholte Verletzungen der Waffenruhe im Donbass, insbesondere durch die ukrainische Armee sind an der Tagesordnung. Deshalb steigen zwischen Russland und der Ukraine die Spannungen wieder. In dieser gefährlichen Lage gießen nun die USA weiteres Öl ins Feuer. Denn wie der US-Botschafter in Kiew, Geoffrey Pyatt, gegen dem ukrainischen „Radio Swoboda“ erklärt, will Washington der Ukraine wieder Waffen liefern: „Die USA haben der Ukraine eine Militärhilfe im Gesamtwert von 600 Millionen US-Dollar für die Gewährleistung der Sicherheit bereitgestellt. Die neuen Lieferungen erfolgen in den kommenden Tagen. Dank dieser Hilfe konnten schon mehrere ukrainische Soldaten gerettet werden.“

Zudem versucht der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, antirussische Ressentiments zu schüren. Insbesondere wirft er dem Nachbarland Angriffspläne vor: „Wir schließen eine groß angelegte russische Intervention nicht aus. Aber wir sind darauf gefasst. Unsere Streitkräfte sind bereit, den Feind sowohl im Osten als auch entlang der administrativen Grenze zur Krim abzuwehren“, wird Poroschenko in Medien zitiert.

Kiew fühlt sich in seinen zuletzt verstärkten Provokationen durch einen Beschluss des NATO-Gipfels Anfang von Juli gestärkt. In einer Erklärung wurde nicht nur Russland ein „aggressives Verhalten“ gegenüber der Ukraine vorgeworfen, sondern auch Kiew weitere Unterstützung versprochen. Insbesondere soll mit einer Verstärkung der NATO-Unterstützung „der Ukraine geholfen werden, widerstandsfähiger zu werden, um die eigene Sicherheit zu gewährleisten und die dafür erforderlichen Reformen, einschließlich im Sicherheits- und Verteidigungsbereich, umzusetzen.“ Zudem findet sich in der Erklärung das Bekenntnis, dass einzelne NATO-Staaten im bilateralen Bereich die Ukraine beim Ausbau ihrer militärischen Fähigkeiten unterstützen werden.

 

[Text: B. T.; Bild: OSCE Special Monitoring Mission to Ukraine/wikimedia.org]