Nachdem ein 21-jähriger Weißer in einer Kirche in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina neun Schwarze erschossen hat, wird in den USA über Rassismus und das Hissen der Südstaatenflagge diskutiert. Um die Stimmen im Lande zusätzlich aufzuheizen, werden nun – allem Anschein nach von schwarzer Seite – systematisch Konföderierten-Denkmäler beschmiert. Dass es sich um eine gezielte Kampagne handelt beweist, dass alle mit dem Schriftzug „Black lives matter“, was soviel bedeutet wie „(auch) schwarze Leben zählen“, versehen werden.

Beschmiert wurde unter anderem in Charleston eine Statue zur Ehrung der Verteidiger von Fort Sumter im amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865) und eine Statue von Jefferson Davis, dem Präsidenten der Südstaaten-Konföderation, die sich im Campus der Universität Austin in Texas befindet.

Aufgrund des angeblich gegen die Schwarzen herrschenden Rassismus in den USA setzt nun ein politisch korrekter Bildersturm ein. So gibt es z. B. Forderungen, die Statue von Davis aus dem Universitätsgelände in Austin zu entfernen, oder den Robert E. Lee Memorial Park in Baltimore, Maryland, umzubenennen. Maryland gehörte übrigens nicht zu den Konföderierten Staaten, und der Konföderierten-General Lee wurde von Gegnern und Verbündeten gleichermaßen geschätzt.

 

B. T.

 

 

(Bild: twitter.com/Kolten Parker)