In Syrien steigt die Hoffnung auf eine Beendigung des seit mittlerweile sechseinhalb Jahre dauernden Bürgerkriegs ein klein wenig. Wie die „Washington Post“ und die Nachrichtenagentur Reuters berichten, hat die Regierung von US-Präsident Donald Trump entschieden, das verdeckte Programm, über den Auslandsgeheimdienst CIA Anti-Assad-Rebellen mit Waffen zu beliefern und auszubilden, einzustellen.

Wie Reuters unter Bezugnahme auf einen namentlich nicht genannten hochrangigen, mit der Sache vertrauen Beamten schrieb, ist die nunmehrige Entscheidung, die CIA-Unterstützung für Anti-Assad-Kräfte einzustellen, ein Teil der Bestrebungen der Trump-Regierung, die Beziehungen zu Russland zu verbessern. Die Entscheidung sei vom Nationalen Sicherheitsberater H.R. McMaster und CIA-Direktor Mike Pompeo vor dem Treffen Trumps mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin am 7. Juli am Rande des G20-Gipfels in Hamburg getroffen worden.

Die USA begannen unter Trumps Vorgänger Barack Obama im Jahr 2013, über die CIA sogenannte „moderate Rebellen“, die sich im Nachhinein oft als Islamisten entpuppten, zu unterstützen. „Ein Nachteil des CIA-Programms war, wie ein Regierungsvertreter sagte, dass einige der bewaffneten und trainierten Rebellen zum Islamischen Staat und anderen radikalen Gruppen überliefen“, schreibt Reuters.

Ziel der Obama-Regierung war ein Sturz des legitimen Präsidenten Syriens, Baschar al Assad. Dieser konnte sich allerdings dank russischer und iranischer Unterstützung im Amt halten und in den vergangenen Monaten sogar seine Stellung ausbauen. Mit dem – zumindest angekündigten – Ende des CIA-Programms zeichnet sich auch eine Änderung der Syrien-Politik Washingtons ab. So hatte Donald Trump im Jänner, bevor er das Präsidentenamt antrat, angedeutet, er könnte die Unterstützung für die sogenannte Freie Syrische Armee beenden und sich stattdessen auf die Bekämpfung des IS konzentrieren.

[Text: B. T. Bild: VOA/www.wikipedia.org]