Als er noch Bundessprecher der Grünen war, wurde Van der Bellen immer wieder mit der Frage konfrontiert, wie er die Gefahr, durch den Konsum von Rauschgift in Abhängigkeit zu geraten, sehe.
In seiner unbekümmerten Art erklärte er dazu unter anderem in einem ORF-Fernsehinterview: „Na ja, ich finde nichts dabei, wenn man hie und da einen Joint raucht.“ Diese Verharmlosung unterstrich er noch mit der Bemerkung, dass „die legalen Drogen, vor allem der Alkohol, viel gefährlicher“ wären. Sprach’s, drehte sich um und zündete sich eine Zigarette an, ist man versucht, bei dem Kettenraucher hinzuzufügen.
Auch im aktuellen Wahlkampf wurde er mit dieser Frage konfrontiert. Erwartungsgemäß ist der stets auf Stimmenfang bedachte Van der Bellen da merklich zurückhaltender. „Ja, er glaube schon“, erklärte er auf die Frage eines Schülers, „irgendwann einmal in Oslo, während seines Studiums, hätte ihm ein Kollege einmal etwas zu rauchen gegeben“.
Diese verharmlosende Darstellung seines eigenen Konsums verhüllt aber keineswegs sein Eintreten für die Freigabe der als Einstiegsdroge bekannten Cannabis-Rauschgifte Haschisch und Marihuana.
In einem „Presse“-Interview hatte er sogar erklärt, dass Cannabis eigentlich keine Droge sei. Ganz gemäß dem grünen Parteiprogramm, das eine Drogenfreigabe fordert. Dass der Konsum von Cannabis-Produkten gerade bei Jugendlichen zu schweren Gesundheitsschäden führen kann, ist der sogenannten Öko-Partei somit ziemlich egal. Ein Staatsoberhaupt mit dieser Verharmlosung des Rauschgifts würde in seiner Vorbildfunktion unsere Jugend sehr schnell in die Fänge der Drogendealer treiben.