Sie betreiben das Geschäft der anderen und stoßen die kleinen Funktionäre vor den Kopf“, wird der „verlängerte Arm“ des Niederösterreichischen Landeshauptmannes Erwin Pröll im Kurier zitiert. Rädler ist der Sprecher der niederösterreichischen Abgeordneten im Nationalrat.

Mit dem von ihm nach dem literarischen Werk von Nancy Kleinbaum (Dead Poets Society) benannten „Klub der Toten Dichter“, meinte er jene Gruppe um Fischler, Molterer und Karas, die sich für Van der Bellen stark machen. Dieser Versuch der Einflussnahme gehe aber nach Ansicht Rädlers in die falsche Richtung, weil „dieses starke Engagement für einen der beiden Hofburg-Kandidaten überhaupt nicht die Stimmung in der Bevölkerung und auch nicht in der ÖVP widerspiegelt“.

Gleichzeit bekundet Rädler seine Solidarität mit Klubobmann Lopatka, der seine persönliche Präferenz für den FPÖ Kandidaten Norbert Hofer abgegeben hatte: „Die niederösterreichischen Abgeordneten stehen geschlossen hinter ihm. Wir werden massiv für ihn eintreten.“

Für Mitterlehner, der nun zurückrudert und erklärt, nichts gegen die Präferenz Lopatkas für Hofer zu haben, wird es ziemlich eng. Selbst aus seiner Regierungsmannschaft werden Stimmen laut, die einen Wechsel an der ÖVP-Spitze verlangen.

 

[Text: W. T.; Bild: Parlamentsdirektion/WILKE]