Im Wahlkampf wollte Alexander Van der Bellen ein unabhängiger Kandidat sein, als Bundespräsident umgibt er sich nunmehr mit ausgewiesenen Linken und Grünen. Sein Sprecher im Wahlkampf, Pickl-Herk, wird Pressesprecher in der Hofburg. Sein Wahlkampf-Koordinator Korschil wird Büroleiter, und Kampagnenleiterin Sardi übernimmt Sonderprojekte. Öffentlichkeitsarbeit betreibt weiter Frau Salmhofer.

Nicht in die Hofburg wechselt Van der Bellens Wahlkampfmanager Lothar Lockl. Gerüchteweise habe dieser bereits nach der ersten Stichwahl in der Hofburg angefragt, was denn ein Kabinettschef so alles verdiene. Bedauerlicherweise musste ihm die Hofburg mitteilen, dass er als Nichtakademiker dafür gar nicht infrage komme.

Aber Van der Bellen hat dafür eine Lösung gefunden: Lockl sowie sein Wahlkampf-Werber Radjaby-Rasset sollen als externe Berater für den Bundespräsidenten arbeiten, etwa im Hinblick auf die österreichische EU-Präsidentschaft 2018 und ganz allgemein – wie es so schön heißt – für den Dialog mit der Bevölkerung. Da will der Herr Bundespräsident offenbar zwei verdiente Mitarbeiter auf Kosten der Steuerzahler fürstlich versorgen.

Man stelle sich vor, ein Bundespräsident Hofer hätte lauter in der Wolle gefärbte Nationale in sein Büro genommen und Mitstreiter mit Beraterverträgen versorgt. Wahrscheinlich hätte es Massendemonstrationen dagegen gegeben. Aber der liebe Sascha darf alles…

 

[Text: A. M.; Bild: Ailura, CC BY-SA 3.0 AT/wikimedia.org]