Keine zwei Wochen vor dem 10. Oktober, also jenem Tag, an dem Kärnten der Volksabstimmung von 1920 und der Einheit des Landes gedenkt, schändeten Unbekannte das Denkmal „Stätte der Kärntner Einheit“ im Klagenfurter Landhaushof. In der Nacht auf Donnerstag wurde das Denkmal, das die Aufschrift „Freiheit Begegnung Einheit Friede“ trägt, mit brauner Farbe verunstaltet. Über die Täter ist derzeit noch nichts bekannt, jedoch wäre es keine Überraschung, wenn es sich um Linksextremisten handelt. Denn es wäre nicht das erste Mal, dass linksterroristische Gruppen wie die Antifa vor dem 10. Oktober mit kriminellen Aktionen auffallen.

Bestürzt von der Denkmalschändung zeigt sich auch der Obmann des Kärntner Heimatdienstes (KHD), Josef Feldner, der darin eine Aktion gegen Versöhnung und Verständigung erblickt. „Der Anschlag wird den Kärntner Heimatdienst aber nicht davon abhalten, weiterhin engagiert für ein gemeinsames Miteinander einzutreten“, betont Feldner, der auf das „Grenzüberschreitende gemeinsamen Gedenken“ an die Opfer auf beiden Seiten der Kämpfe 1918/19 am 4. Oktober auf dem Völkermarkter Stadtfriedhof verweist. Feldner ruft auch dazu auf, sich nicht provozieren zu lassen und dass man sich nicht davon abbringen lassen werde, der Opfer des Kärntner Abwehrkampfes zu gedenken. Denn „Tradition und Versöhnung sind kein Widerspruch“, betont der KHD-Obmann.

[Text: B.T.; Bild: Fritzpress]