Wie die Tageszeitung Die Presse meldet, ihr liegt ein vertraulicher Rohbericht des Rechnungshofs vor, betrieb die grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou „Vernichtung von Steuergeld und Misswirtschaft“ und verstieß gegen gesetzlich verpflichtende Vorschriften bei Ausschreibungen.

Unter dem Deckmantel, den Anteil des öffentlichen Verkehrs zu erhöhen und die Wiener Linien umweltfreundlicher zu machen, wurde die Busflotte erneuert. Für die Innenstadt wurden Elektrobusse gekauft, die um 45 Prozent teurer waren als vergleichbare Dieselbusse. Um diese Anschaffung zu rechtfertigen, wurde eine Wirtschaftlichkeitsrechnung aufgestellt. Deren Annahmen wurden dann in der Realität um 900.000 Euro bei der Anschaffung der Busse überschritten. Auch die Berechnung der Kosten für die Errichtung der E-Ladestationen stimmte nicht. Tatsächlich kosteten diese dann um 131 Prozent mehr als in der Wirtschaftlichkeitsberechnung vorgegaukelt.

Zudem hatte eine in Auftrag gegebene Studie den Umstieg vom Flüssiggas auf die neueste Generation der Dieselbusse empfohlen. Diese Studie hatte 300.000 Euro gekostet, verschwand dann aber in der Schublade, weil sie ganz offenbar nicht dem politischen Willen entsprach.

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Busse der Wiener Linien im letzten Jahr um rund 43 Prozent teurer unterwegs waren als Private im Auftrag der Wiener Linien.

 

[Text: W. T.; Bild: GuentherZ/wikimedia.org]