Wenn man sie schon nicht ausschließen kann, dann müsse man rechte Verlage eben in ein abgelegenes Areal verbannen, so das einhellige Credo der Kultur-Schickeria.
Doch die haben ihre Rechnung ohne Verleger Götz Kubitschek gemacht.
Dieser nämlich nutzte die Kraft des Dadaismus und war mit seinem Antaios-Verlag plötzlich mitten auf der Frankfurter Buchmesse präsent.
Nach außen streute er die Ente, er habe den gut laufenden Verlag verkauft. Aus Antaios wurde Loci. Prompt klappte es auch mit der Zuteilung einer publikumswirksamen Ausstellungsfläche. Loci präsentierte sein Angebot inmitten linker Kleinverlage.
Es ist das „c“ in Loci, das die Göttlichkeit der Inspiration verrät. Loki mit „k“ ist nämlich der nordische Gott des Feuers, aber auch Gott des Schabernacks und der Verwandlung.
Zudem hatte Kubitschek zuvor behauptet, er habe nicht nur den Verlag verkauft, sondern arbeite jetzt als Berater für AfD-Politiker, aber habe auch Kunden aus der CDU und Aufträge des designierten brasilianischen Präsidenten. Sogar die „FAZ“ berichtete ausführlich, die Leitung der Buchmesse war lediglich froh, die „Junge Freiheit“ an den Katzentisch gesetzt und Antaios ganz losgeworden zu sein – was sich am Ende als falsch erwies.
Publikumswirksam entlarven muss man die Pharisäer, ihnen Fallen stellen, in die sie hineintappen, um sie dann der Lächerlichkeit zum Fraß vorzuwerfen.
Verleger Kubitschek, seine Frau Ellen Kositza und ein Mitarbeiter wurden übrigens am Abend nach der Buchmesse in Frankfurt von Antifa-Chaoten krankenhausreif geprügelt – nicht ohne jovial-subversiven Beifall der Medien.

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[Text: A.S.; Bild: wikipedia.org/Metropolico.org; Lizenz: CC-BY-SA 2.0]