Dass Norbert Hofer als österreichischer Bundespräsident den EU-Bürokraten ein Dorn im Auge sein wird ist vorauszusehen. Schließlich hatte er schon mehrmals angekündigt nicht alles, was von Brüssel aus verordnet wird, kritiklos zu schlucken, wie es bisher von der österreichischen Staatsführung gemacht wurde. So hat er von Anfang an erklärt, als Bundespräsident das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) mit den USA nicht unterschreiben zu wollen. Lächerlicherweise hat dann sein Gegenspieler versucht ebenfalls auf diesen Zug aufzuspringen, nachdem er noch vor wenigen Wochen in der „Presse“ erklärt hatte es „als Ökonom“ gut zu heißen.

Das ist natürlich Musik in den Ohren der Eurokraten in Brüssel und so ist Juncker ausgerückt um sich eiligst für Van der Bellen auszusprechen. Es ist natürlich sein gutes Recht damit Interessen der Brüsseler Kommission gegenüber den Interessen der Österreicher zu vertreten.

Was aber gar nicht geht und auch nicht vereinbar ist mit den „Europäischen Werten“ dieser Herrschaften, die ja immer so sehr auf „political correctness“ bedacht sind, ist der Herabwürdigungsversuch gegen den freiheitlichen Kandidaten Norbert Hofer.

Juncker bezeichnete im gleichen Interview Hofer als „komischen Kostgänger“. Das ist nicht nur eine krasse Beleidigung Hofers, sondern auch der rund 1,5 Millionen Wähler, die Hofer bereits im ersten Wahlgang ihre Stimme gegeben haben.

Der FPÖ Generalsekretär Herbert Kickl verlangt daher von Juncker: „Ich fordere Herrn Juncker auf, sich in aller Form für diese unangebrachte Herabwürdigung eines Bewerbers um das höchste Amt in einer demokratischen Republik, deren Recht laut Verfassung vom Volk und nicht von Brüssel ausgeht, umgehend zu entschuldigen“, und stellt auch in einer Aussendung klar: „Wenn man schon von Kostgängern spricht, so trifft dieses Bild auf die EU selbst zu. Sie ist Kostgänger der wenigen Nettozahler unter den Mitgliedstaaten, von denen Österreich einer ist. Allein diese Verdrehung des Begriffs durch Juncker zeige, wie diese Oberbürokraten ticken und wie weit weg diese Herren von der Wirklichkeit sind.

 

[Text: W. T.; Bild: Twitter]