Der 2001 vom damaligen Präsidenten George W. Bush begonnene Afghanistan-Krieg kostete die US-Steuerzahler bislang mehr als 700 Milliarden Dollar. Das ergab eine Studie des National Priorities Project (NPP), einer Nichtregierungsorganisation, die auf Budgetangelegenheiten spezialisiert ist. Und obwohl der amtierende Präsident Barack Obama den Großteil der US-Truppen abgezogen hat – am Hindukusch sind nur mehr rund 10.000 GIs stationiert, um die afghanischen Sicherheitskräfte auszubilden, wie es heißt – kostet das Afghanistan-Abenteuer weiterhin jede Menge Geld.

So sind im US-Haushalt für das Finanzjahr 2015 stolze 35 Milliarden Dollar vorgesehen. Wie NPP errechnet hat, verschlingt der Krieg in Afghanistan vier Millionen Dollar die Stunde, und die Kosten für einen einzigen Besatzungssoldaten pro Jahr betragen rund eine Million Dollar. Im Jahr 2006 ging der Budgetdienst des Kongresses noch von 390.000 Dollar pro Soldat und Jahr aus.

Laut NPP sind die offiziellen Gesamtkosten des Afghanistan-Kriegs in Höhe von 700 Milliarden Dollar irreführend, weil zu niedrig. So weist die Nichtregierungsorganisation darauf hin, dass darin keine Ausgaben zur medizinischen Behandlung und Versorgung verwundeter Soldaten und Veteranen sowie Zinszahlungen, welche das Budget belasten, enthalten sind.

 

B. T.

 

 

(Bild: Staff Sgt. Kyle Davis, U.S. Army/wikimedia.org)