Pessimistisch zeigte sich Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán in seiner Rede zur Lage der Nation. In eindringlichen Worten warnte der nationalkonservative Regierungschef vor der drohenden Islamisierung Europas, die auf die Gleichgültigkeit des politischen Establishments zurückführt: „Dunkle Wolken liegen wegen der Einwanderung über Europa. Nationen werden aufhören zu existieren, der Westen wird fallen, während Europa nicht einmal bemerken wird, dass es überrannt wurde“, sagte Orbán. Zudem habe der Westen „den Weg zum Niedergang der christlichen Kultur und der moslemischen Expansion geöffnet“.

Der ungarische Ministerpräsident warnte – und die Statistiken geben ihm auch Recht – davor, dass es in europäischen Großstädten bald schon eine mohammedanische Bevölkerungsmehrheit gaben werde. Die Ursache sieht Orbán darin, dass eine Kritiker und Gegner „die Zeichen der Zeit nicht erkennen“ und sich in einer „hoffnungslosen Position befinden“, weil sie wirksame Maßnahmen zur Sicherheit der EU-Außengrenzen und damit zur Verhinderung der illegalen Masseneinwanderung, wie sie die Regierung in Budapest mit der Errichtung des Grenzzauns gesetzt hat, ablehnen.

Orbán wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass seine Regierung gegen die Islamisierung vorgehe und mit den Grenzschutzmaßnahmen verhindert habe, dass „die islamische Welt uns vom Süden her überflutet“. Während Orbán von den westlichen Mainstream-Medien als Autokrat dargestellt wird, wissen seine Landsleute die kompromisslose Politik ihres Ministerpräsidenten, die sich an den nationalen Interessen Ungarns ausrichtet, zu schätzen. In aktuellen Umfragen hat Orbáns Fidesz-Partei ausgezeichnete Chancen, die Zweidrittelmehrheit im Parlament zurückzugewinnen.

[Text: B. T.; Bild: Wikipedia/European People's Party; Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic]