Die Anführer der selbsternannten Volksrepubliken von Donezk und Lugansk sind mit dem Ersuchen, ein Kriegsverbrechertribunal für den Donbass einzurichten, an den UNO-Sicherheitsrat herangetreten. „Die Volksrepublik Donezk und die Volksrepublik Lugansk wenden sich mit der Bitte an den UNO-Sicherheitsrat, ein internationales Tribunal zur strafrechtlichen Verfolgung jener einzurichten, die für die Verletzung des humanitären Völkerrechts und für Kriegsverbrechen in der Ukraine verantwortlich sind“, erklärten Alexander Sachartschenko (Donezk) und Igor Plotnizki bei einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Sachartschenko sagte, der sogenannte Anti-Terror-Einsatz Kiews sei eine „unmittelbare Verletzung der Genfer Konvention“. Denn es gäbe eine „beträchtliche Zahl von Beweisen für die Beteiligung der ukrainischen Nationalgarde an der Folterung und Tötung von Zivilisten“. Außerdem wären dutzende Massengräber in den Gebieten entdeckt worden, die zuvor von ukrainischen Truppen besetzt waren. Auch würden die ukrainischen Truppen international geächtete Waffen wie Phosphorbomben einsetzen.

Nach Angaben der Donezker und Lugansker Volksrepublik wurden seit Ausbruch des Konflikts im April 2014 3.684 Zivilisten getötet, darunter 522 Frauen und 65 Kinder.

 

B. T:

 

 

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