Nachdem der FPÖ-Verkehrsstadtrat Markus Hein die schwulen Ampelmännchen von den Linzer Ampeln entfernen ließ, da seiner Ansicht nach Verkehrszeichen nicht dazu „missbraucht werden dürfen, Gesinnungsbotschaften zu übermitteln”, regte sich Protest.

Vor allem die Grünen waren von der Entfernung der angeblich „weltoffenen“ Ampeln wenig begeistert. So fand man denn auch das Vorgehen Heins „beschämend“ und attestierte dem freiheitlichen Verkehrsstadtrat „Homophobie und Ewiggestrigkeit“.

Nun wurde die von der Stadt Wien zur Einführung der Homo-Ampeln in Auftrag gegebene Studie zum Zwecke der Überprüfung der Erhöhung der Verkehrssicherheit veröffentlicht. Für „läppische“ 63.000 Euro wurde dabei festgestellt, dass die Ampeln selbstverständlich die Sicherheit im Verkehr erhöhen. So soll die Zahl jener Personen, die bei Rot über die Straße gingen um 18,22 Prozent zurückgegangen sein . Allerdings ist dieses Nichtqueren nicht in erster Linie den queeren Ampelpärchen geschuldet. „Ein Alltagsfußgänger nimmt Verkehrslichtsignale eher im Bereich ‚Umgebungssehen‘ wahr. Das heißt, dass nicht das Symbol wahrgenommen wird, sondern die Farbe der Ampel. Deshalb ist entscheidend, wie groß die Lichtaustrittsfläche ist", erklärte Harald Bekehrti von der zuständigen Magistratsabteilung 33. Weil bei den Ampelpärchen zwei Personen zu sehen sind, habe sich die Leuchtfläche um 40 Prozent erhöht, so die wissenschaftliche Untersuchung.

Deshalb, so erklärte der Magistratsangestellte, werden keine weiteren Ampelpärchen installiert, um den Bürger gesellschaftspolitisch zu malträtieren, allerdings soll nun vermehrt ein „etwas weniger schlanker Ampelmann“ die Lichtsignalanlagen zieren und somit die Verkehrssicherheit erhöhen. Ob allerdings der dicke Ampelmann nicht auch wieder einen politischen Protest ob einer vermeintlichen Diskriminierung „vollschlanker“ Personen auslösen könnte, bleibt abzuwarten.

 

 

Bild: Aka/wikimedia.org