Geht es nach Experten, soll Nordkorea bald wieder zu den Bösen gehören. Wie berichtet wird, soll sich Nordkorea des „Terrorismus als Mittel staatlicher Politik“ bedienen, und auch Terrororganisationen materiell unterstützen. Daher empfehlen sie den USA das Land, welches erst 2008 von der Liste der Terrorunterstützungsstaaten gestrichen wurde, wieder hinzuzufügen. Damit würde sich Pjöngjang wieder in einer Liga mit dem Iran, Sudan, Syrien und Kuba befinden.

Ausschlaggebend ist aber für die Experten nicht etwa, dass die stalinistische Diktatur die eigene Bevölkerung mit Terror regiert und selbst Kritiker oder Gegner des allmächtigen Führers Kim Jong-un vor Exekutionen nicht sicher seien, selbst wenn sie aus hohen Regierungskreisen kommen, sondern weil mehrere nordkoreanische Schiffe mit Waffen gestoppt wurden sind, die vermutlich für die Hamas oder Hisbollah bestimmt gewesen seien.

Während die USA sich aber um den nordkoreanischen Beitrag zur Gefährdung des Weltfriedens sorgen, scheinen sie selbst mit ihren, zweifellos technisch besseren „Hilfslieferungen“ oftmals kein Glück zu haben und zumindest indirekt den Terror zu unterstützen. So waren in Libyen Waffen eines US-Deals 2012 in die Hände von Extremisten gelangt. Im Syrien-Konflikt berichtete der „Guardian“ von einem Fall, bei dem ein Waffenfallschirm vom Wind direkt in die Hände von IS-Kämpfern gelangte. Gleiches gilt für Waffenlieferungen an die irakische Regierung. Aber das sind sicherlich nur Einzelfälle.

 

M. H.

 

 

(Bild: HuangQQ/wikimedia.org)