Anfang Juli findet in Augsburg am Stadtrand im Messezentrum ein Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) statt. Linksextreme Schlägerbanden haben angekündigt sich zusammen zu rotten und wollen den „Parteitag verhindern“. Während in Österreich Schläger verhaftet und verurteilt werden, wie das Beispiel des aus Jena stammenden Josef S., zeigte ist die deutsche Justiz großzügig und die Politik teilweise unwillig, linke Gewalt zu unterbinden. Eine der Stichwortgeberinnen ist ausgerechnet die stellvertretende Präsidentin des Deutschen Bundestages, die Grüne Claudia Roth. Es ist umstritten, ob bei einer linksextremen Demonstration, an der Frau Roth sich beteiligte, Transparente „Deutschland verrecke“, „Nie wieder Deutschland“ und „Deutschland Du mieses Stück Scheiße“ getragen oder die Parolen „nur“ gerufen wurden. Roth behauptet letzteres und will die gegrölten Slogans nicht gehört haben. Die CSU warf Roth vor zur Radikalisierung der Gesellschaft beizutragen. Warum dann die CSU diese Dame mutmaßlich auch zur Bundestagvizepräsidentin gewählt hatte erstaunt sehr. Roth zeigt bei ihrer Amtführung nicht die gebotene Sachlichkeit und Neutralität. Die Seite „Journalistenwatch“ schrieb vor kurzem: „Roth drehte ihren Abgeordnetensessel also um und zeigte Alice Weidel während deren Rede demonstrativ den Rücken.“ Damit habe sie eine antidemokratische Haltung und Demokratieverachtung gezeigt. Roth hat natürlich auch dafür eine Ausrede. Sie habe sich nur kurz einem anderen Abgeordneten zugewandt, versuchte sie zu „erklären“. Sie fühlt sich zu Unrecht mit Vorwürfen konfrontiert. Hasskommentare und gezielte Kampagnen seien „längst Alltag geworden“, jammert sie. Auch am „Widerstand“ gegen den AfD-Parteitag will sich die frühere Managerin der Anarchistenband „Ton Steine Scherben“ beteiligen. Damit setzt sie sich dem Vorwurf aus, mitverantwortlich für Verletzte und Sachbeschädigungen zu sein, die zu erwarten sind. Aber sie ist nicht die Einzige.
Die ANTIFA-Unterstützer reichen bis in die CSU hinein. Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl wird auf der Kundgebung gegen die AfD sprechen. Dass der Verfassungsschutz vor Krawallen beim AfD-Bundesparteitag warnt, scheint den Mann, dessen Partei gerade öffentlichkeitswirksam die Nähe zu österreichischen Regierungsvertretern wie Sebastian Kurz oder Herbert Kickl sucht, nicht zu stören. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann zeigt wenig Eifer, den Parteitag umfassend zu schützen. Im Internet kursiert inzwischen eine Art Reiseführer mit dem Titel „Augsburg für Krawalltouristen“. Wer das 44-seitige Dokument, das zur Gewalt aus Anlass des Parteitags aufruft, geschrieben hat, ist nicht bekannt. Unter anderem werden Hotelbetreiber gewarnt, Zimmeran AfD-Mitglieder zu vermieten. Daraufhin kam es zu Kündigungen von Hotelgästen. Das war jedoch kein Anlass für den Oberbürgermeister, seinen Schulterschluss mit der ANTIFA zu überdenken...

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