Man sollte annehmen, eine Ministerin habe nur bedingten Bedarf an Beratung, da dieser Posten nach Qualifikation und entsprechendem Fachwissen vergeben werden sollte. Nicht so die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen: Die studierte Medizinerin und Berufspolitikerin hat von Militär keine Ahnung und zeigt offen ihre Verachtung für die Truppe.

Ein Prüfbericht des Bundesrechnungshofes zeigt aber noch mehr: Das Wehrressort von Verteidigungsministerin von der Leyen hat bis zu 150 Millionen Euro jährlich an Beraterkosten verschwendet. Um die 150 Millionen Euro ohne schiere Notwendigkeit der Beratungsleistung, ohne Achtung des Vergaberechts, teils sogar berappt aus Töpfen, die dafür gar nicht vorgesehen sind - aus Sicht des Rechnungshofs ist dieses Vorgehen klar rechtswidrig. Daraus machen die Prüfer keinen Hehl.

Das Verteidigungsministerium leistete sich dreister Weise sogar externe Möbelberater für die neue Ausstattung von Kasernen. Die "Fachexpertise in der Möbeltechnik" ließ man sich dann Unsummen kosten. Richtig fader Geschmack kommt in die Sache, wenn man berücksichtigt, dass mehrere Millionen an McKinsey gezahlt wurden - just an das Unternehmen, wo von der Leyens Sohn seine Brötchen verdient. 

[Text: A.S.; Bild: Wikipedia/Jim Mattis; Lizenz: -]