Weitverbreitet ist die Auffassung, Bundeskanzlerin Angela Merkel habe während ihrer Amtszeit den größten Schaden in Deutschland angerichtet. Das ist ungerecht, denn es „berücksichtigt“ nicht die Leistungen der Ursula von der Leyen, die immerhin als „Allzweckwaffe“ Merkels in drei verschiedenen Ministerien gewirkt hat. Im Familienministerium waren viele Betroffene, aber auch Mitarbeiter der zuständigen Behörden froh, als von der Leyen Richtung Sozialministerium weiter zog. Als die feministisch orientierte Atlantikerin schließlich den Sessel der Verteidigungsministerin erklomm, war dort die Hoffnung verbreitet, sie könne dort wenig Schaden anrichten, weil sie von der Materie keine Ahnung hat. Die Hoffnung trog. Dieser Tage krachte das Kartenhaus einer rechtsterroristischen Bedrohung unseres Landes aus der Bundeswehr heraus in sich zusammen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob den Haftbefehl gegen den Soldaten Franco A. auf. Von der Leyen hatte die gegen ihn weitgehend konstruierten Vorwürfe „genutzt“, um Kasernen und Truppen von Wehrmachts-Erinnerungsstücken so gründlich zu säubern, dass sogar Bilder des früheren Verteidigungsministers und Bundeskanzlers Helmut Schmidt entsorgt wurden.

Bei der Luftwaffe schaffte „Uschi“ es endlich mit 50jähriger Verspätung, Lockheed einen Auftrag für Hercules-TransportFlugzeugen zu verschaffen. Die Zahl der modernen „Airbus A 400 M“-Maschinen war zuvor reduziert worden. Ihr neuestes Projekt wird sich wohl nicht realisieren lassen. Die „Tornado“ Kampfflugzeuge – gegen die es fast keine Abwehrmöglichkeit gibt – will die Ministerin gegen den Lockheed-Martin Problemflieger F-35 austauschen. Das Flugzeug, das hochtrabend „Joint Strike Fighter“ genannt wird, wurde gerade von den Kanadiern abbestellt und seine fast schon sicher geglaubte Beschaffung durch die dänische Luftwaffe steht auf der Kippe. Die israelische Luftwaffe wird schon wissen, warum sie ihre Bestellung des Pannenvogels auf 50 Exemplare begrenzt hat. Die Niederlande und Italien haben ihre zugesagten Bestellungen reduziert.

 

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[Bild: Dirk Vorderstraße/wikimedia.org]