Vielen Bewohnern des 10. Pariser Bezirks, die in der Nähe eines „Flüchtlingszentrums“ leben, reicht es und sie drohen mit einem Hungerstreik. Der Grund sind die unerträglichen Belästigungen durch illegalen Einwanderer, die in den Straßen zelten. „Der Gehweg ist manchmal getränkt von Urin und die Straßen werden nicht täglich gereinigt. Manche Menschen haben ihre Wohnungen zu Spottpreisen verkauft und andere haben Nervenzusammenbrüche erlitten“, erklärt der Nachbarschaftsvertreter Pierre Vuarin.

Wie es scheint, tanzen die ungebetenen Gäste, die sich als „Asylwerber“ in Frankreich aufhalten, den Behörden auf der Nase herum. Denn in der Vergangenheit räumte die Polizei bereits mehrmals die Zeltstadt im 10. Arrondissement, jedoch „tauchten die Migranten innerhalb weniger Tage wieder auf“, wie den Medien zu entnehmen ist. Und dann beginnen die Probleme wieder von neuem: Frauen klagen über sexuelle Belästigungen durch die „Migranten, und immer wieder kommt es zu Schlägereien unter den Einwanderern.

In ihrer Not schrieben die Anwohner sogar einen Brief an Präsident Emmanuel Macron. Doch in der Antwort Macrons heißt es lediglich, man sei sich der „Schwierigkeiten des Zusammenlebens bewusst“, und im Übrigen liege es am Innenministerium, eine Lösung zu finden. Ernsthaft um eine Lösung bemüht ist jedenfalls die Bezirksbürgermeisterin Alexandra Cordebard: „Sie können von uns nicht erwarten, dass wie die Errichtung von Elendsquartieren oder Slums in Paris tolerieren werden.“ Zudem sagte Cordebard, die Regierung habe versprochen, das Asylzentrum bis Jahresende an einen anderen Ort zu verlegen.

 

[Text: B. T.; Bild: VOA- Nicolas Pinault]