Der Verfasser dieser Zeilen war einigermaßen konsterniert. Aber da fi el ihm ein altes Sprichwort ein: „Paranoid zu sein bedeutet nicht, dass man nicht tatsächlich verfolgt wird.“ Der Verfasser hat das Wochenende damit zugebracht, die Zeitungen zu durchwühlen, auf der Suche nach entsprechend interessanten Unsinnigkeiten der linken Reichshälfte. Selbstverständlich wurde er dabei fündig, aber am Sonntagabend geschah etwas Merkwürdiges.
Rechner samt Internet gaben zeitweise den Dienst auf. Somit versäumte der Verfasser nicht nur zwei Elfmeterschießen, sondern auch den Redaktionsschluss am Montag danach.
Da Rechner sowie Internet nicht völlig aufgaben, sondern lediglich die übliche Geschwindigkeit auf das Niveau der Mitarbeiter von der Kabarettsendung MA 2412 absenkten, regte sich sofort der Verdacht, beim Rechner handelt es sich um ein Gewerkschaftsmitglied. Schließlich wurden für den entsprechenden Zeitraum, entsprechende Maßnahmen angekündigt, wie es im Beamtendeutsch so schön heißt.
Damit nicht genug. Der Verfasser nimmt immer wieder wahr, dass die Kommentatoren auf dem Staatsfunk ORF immer zu der Mannschaft halten, welche der Verfasser eigentlich nicht am Radar hat. Und damit ist nicht nur Deutschland gemeint. Denn als Österreicher der bei Fußball zum großen Bruder hält, verfügt man über eine entsprechende Schmerzgrenze. Nein. Auch England und Kroatien liegen im Sperrfeuer der verbalen Giftpfeile. Brexit? Tudjman-Nostalgie? Ein Schelm, wer Böses hierbei denkt.
Ach ja. Zurück zum eigentlichen Thema: „Man sollte niemals die Dummheit von Regierungen unterschätzen“, diktierte einst Helmut Schmidt in die Notizbücher der Reporter. Die Registrierkasse sollte weit über eine Milliarde in den Staatssäckel spülen. Nun liegt man bei unter 900 Millionen. Fazit: Die Unternehmer waren ehrlicher, als wir dachten. Replik der Unternehmer: Die Regierung war dümmer, als wir gedacht haben. Eine offensichtliche Baustelle, die die neue Regierung reparieren kann.

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[Foto: ZZ-Archiv]