Nicht alles, was die Dauergäste, die noch nicht so lange hier leben, zu uns bringen, ist wertvoller als Gold. Hinter verschlossenen Türen fernab der Öffentlichkeit proben Rettungskräfte, Polizei und Feuerwehr bereits die kommenden Ernstfälle. Aber: Ein Katastrophenplan hat für die Bundesrepublik bisher nie existiert. Mitte Mai fand im bayerischen Fulda die jährliche Fachmesse für Rettungskräfte statt. Erstmals auf dem Programm der „Rettmobil“: Personalschulungen zum Einsatz bei Terroranschlägen. Der Moderator Dieter Kassel dazu im Deutschlandradio: „Und in diesem Jahr ging es vor allen Dingen auch um die Vorbereitung von Rettungskräften auf Einsätze im Zusammenhang mit Terroranschlägen, auch in Deutschland, wie wir ja alle wissen inzwischen, [sind die] keine theoretische Möglichkeit mehr. Solche Einsätze waren ja notwendig, unter anderem in Berlin, in Ansbach und in Würzburg in letzter Zeit.“

Ohne die ungebetenen Gäste wären solcherlei Einsätze jedoch nicht notwendig gewesen; was die Regierung hinter vorgehaltener Hand mit Sicherheit auch weiß, dem Bürger jedoch weiterhin die heile Welt vorgaukeln möchte. Je näher die Einschläge kommen, umso mehr entsteht der Eindruck, dass der Kampf gegen Rechts umso intensiver, hartnäckiger, verbissener und auch bekloppter geführt werde. Zwar rieselt die tägliche Propaganda auf die Mehrheit der Bürger hinab und suggeriert eine bunte Kreuzberger Multikulti-Welt garniert mit ein bisschen schwedischem Schwachsinn, gleichberechtigt und androgyn. Doch genau diesem zweifelhaften Idyll schlägt nun immer offener die raue Welt der stolzen Wüstensöhne entgegen, die ihren patriarchalischen Willen zur Macht auch ohne Kenntnisse von Nietzsches Werk durchzusetzen gewillt sind.

 

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[Bild: Andreas Trojak/flickr]