Das, was sich am Sonntag bei einer Flüchtlingsunterkunft in Bielefeld im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen ereignete, zeigt, was aufgrund der Masseneinwanderung in deutschen und österreichischen Städten vielleicht bald zum Alltag gehören könnte: Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen ethnischen und/oder religiösen Gruppen.

Wie Medien berichten, gingen zwei jeweils etwa 15 Personen umfassende Gruppen von Tschetschenen und irakischen Jesiden in der Nähe der Flüchtlingsunterkunft, bewaffnet mit Stöcken und Messern, aufeinander los. Mehrere Schwerverletzte waren die Folge dieser Gewaltorgie. Die Opfer erlitten teils schwere Kopfverletzungen, Knochenbrüche und Schnittwunden. Die Tschetschenen und Jesiden waren laut Polizei in derselben Unterkunft untergebracht. Die Tschetschenen sind Moslems, oftmals mit einem Hang zum Islamismus, während die Jesiden eine eigene Religion haben, wegen derer sie von Islamisten verfolgt werden.

Wie Medienberichten zu entnehmen ist, wurden zwei tschetschenische Männer im Alter von 24 und 42 Jahren festgenommen, aber später wieder auf freien Fuß gesetzt. Doch nachdem die Massenschlägerei beendet war, kehrte in dem Asylantenlager in Bielefeld noch lange nicht Ruhe ein: In der Nacht versuchten etwa 100 Tschetschenen, gewaltsam in die Einrichtung einzudringen, um die Konfrontation mit den Jesiden zu suchen.

Um beide Gruppen dauerhaft zu trennen, ordnete die Bezirksregierung Detmold daraufhin den Umzug aller in der Bielefelder Unterkunft lebenden jesidischen und tschetschenischen Familien in jeweils andere ostwestfälische Städte an. Offen bleibt die Frage, was geschieht, wenn verschiedene Einwanderergruppen nicht mehr in der Obhut des Staates stehen und in Städten Ghettos und Parallelgesellschaften bilden. Dann besteht die Gefahr, dass auf den Straßen ein latenter Bürgerkrieg zwischen verschiedenen ethnisch-religiösen Gruppen ausgetragen wird.

 

[Text: B. T.; Bild: R. M.]