Linkskirchlich orientierte Kreise der Einwanderungslobby ziehen immer wieder die Begründung für eine Offenhaltung der Grenzen heran, dass auch Jesus als Kleinkind ein Flüchtling gewesen sei. Nach biblischer Überlieferung sollen Maria und Josef mit dem Säugling aus Furcht vor König Herodes nach Ägypten geflohen sein. In den USA, wo Religion in der Politik eine viel größere Rolle spielt als in Europa, sorgt nun Paula White, eine Pastorin, die der evangelikalen Pfingstbewegung angehört, für Aufsehen.

In einem Interview mit CBN News wurde White, die auch geistliche Beraterin von Donald Trump ist, auf die in den USA kontrovers diskutierte Einwanderungspolitik des Präsidenten angesprochen. Auf die Frage, ob Trumps Einwanderungspolitik – die Kinder illegaler Einwanderer werden von den Eltern getrennt – der biblischen Lehre entspräche, antwortete die Pastorin: „Ich denke, so viele Leute haben die biblischen Schriften aus dem Zusammenhang gerissen, um Dinge zu sagen wie: Gut, Jesus war ein Flüchtling‘. Ja, er lebte für dreieinhalb Jahre in Ägypten. Aber er war nicht illegal dort. Wenn er das Gesetz gebrochen hätte, wäre er sündhaft gewesen und hätte nicht unser Messias sein können.“

Auch in den USA ziehen religiös orientierte Trump-Gegner immer wieder das „Argument“ heran, Jesus wäre ein Flüchtling gewesen. Damit befinden sie sich auf einer Linie mit dem linkskatholischen Papst Franziskus. Letzte Weihnachten verglich das Kirchenoberhaupt Marias und Josefs Reise nach Ägypten mit der Reise von illegalen Einwanderern heutzutage.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia.org/José Luiz Bernardes Ribeiro; Lizenz: CC BY-SA 4.0]