Nach der aktuellen Umfrage des Forsa-Instituts kann Kanzlerin Angela Merkel endlich wieder aufatmen. So sind die Sympathiewerte der Bundeskanzlerin wieder im Steigen begriffen. Immerhin 48 Prozent der Wahlberechtigten würden sich für Merkel entscheiden. Und auch der Rückhalt unter den CDU-Anhängern wird wieder größer, 88 Prozent stehen zur CDU-Vorsitzenden. Dass bei der Umfrage die CDU jedoch weiterhin schwächelt und nicht von der wachsenden Sympathie Frau Merkels profitiert, liegt laut Forsa-Chef Manfred Güllner an Horst Seehofer: „Dass die Union nicht von Merkels Sympathiezuwachs profitiert, liegt vor allem an Horst Seehofer, der mit seinen Anti-Merkel-Attacken potenzielle Unionswähler vergrault.“

Allerdings scheint sich die Beliebtheit der Kanzlerin noch nicht überall herumgesprochen zu haben, zumindest nicht nach Baden-Württemberg, wo am 13. März ein neuer Landtag gewählt wird und nach derzeitigen Umfragen die Grünen vor der CDU liegen.

Anstatt bei Wahlkampfveranstaltungen eine offensichtliche Sympathieträgerin wie die Bundeskanzlerin zu nutzen, um bei Wähler noch zu punkten, haben einige Kreisverbände der CDU es abgelehnt, Wahlkampf-Veranstaltungen mit Merkel zu organisieren. Achtmal habe die Kanzlerin bei Wahlveranstaltungen auftreten wollen, doch die Wahlkampfzentrale des Bundeslandes hätte große Mühe, der Basis den Besuch ihrer Parteivorsitzenden schmackhaft zu machen, berichtete das Magazin „Cicero“. Noch vor fünf Jahren, bei der letzten Landtagswahl, hätten sich die Parteigenossen um Auftritte der Kanzlerin gerissen, nun jedoch grenzen sich immer mehr CDU-Kandidaten der Landtagswahlen von der Kanzlerin ab.

 

[Text: M. H.; Bild: Jacob Munk-Stander/flickr]