Wieder einmal zeigt sich, dass es sogenannte Künstler ihre Probleme mit der Demokratie haben, wenn Wahlen nicht das von ihnen gewünschte Ergebnis bringen. Diesmal geht es um Christoph Waltz. Gegenüber der Zeitung „Die Welt“ sagte der in Wien geborene Schauspieler, er „leidet an Österreich“. Dass Österreich von einer Regierung geführt wird, die sich auf rund 57 Prozent der Wähler stützt, kommentiert Waltz so: „Ich finde die politischen Entwicklungen besorgniserregend.“ Außerdem wisse er nicht genau, wie es sich anfühlt, in Österreich zu sein. Zwar war er im Sommer eine Woche in Wien, aber „da war das Unheil schon in vollem Lauf“.

Aber es gibt auch – wenn auch nur wenige – Ausnahmen im linksversifften Kulturbetrieb. Eine davon ist der Regisseur Reinhard Schwabenitzky. Im „Krone TV“ sagte er, „die Künstler-Lobby weiß nicht, was demokratisch ist“. Auf seiner Facebook-Seite berichtet Schwabenitzky, der nach eigenen Angaben „kein Freund von parteipolitischem Denken“ ist, von Anfeindungen bei den Dreharbeiten zur Serie „Ein echter Wiener geht nicht unter“, weil er einen Arbeiter wie den Mundl angeblich schlecht und widerlich dargestellt habe.

Im „Krone TV“ kritisierte Schwabenitzky zudem, „dass man sofort in das rechte Eck gestellt werde, wenn man mit seiner Meinung nicht den Linken entspreche. Er sprach in diesem Zusammenhang von einer „Künstler-Lobby“, die gar nicht mehr wisse, was sozial und was demokratisch sei. „Das ist eine faschistoide Ideologie“, sagte der bekannte Regisseur. Schwabenitzky selbst geht unvoreingenommen vor und „sucht sich immer raus, was mit bei einer Partei passt“. Und überhaupt solle man das kritisieren, was einem nicht passt, aber nicht die gesamte Partei.

[Text: B.T.; Bild: www.wikipedia.org/Philipp von Ostau; Lizenz: CC BY-SA 3.0]