Der Islamische Staat, kurz IS, ist angeblich so gut wie besiegt. Schon sieht man Bilder aus Städten, in denen westliche gekleidete Menschen anpacken und beginnen, die Trümmer, die die islamische Terrorherrschaft hinterlassen hat, aufzuräumen und mit dem Wiederaufbau zu beginnen. Bisher sind rund 500.000 wirkliche Flüchtlinge aus Syrien in ihre Heimat zurückgekehrt. Das Flüchtlingshilfswerk der UN (UNHCR) sprach daher von einem „bemerkenswerten Trend spontaner Rückkehr“ einer „signifi kanten“ Anzahl von Menschen. So haben sich in den ersten sechs Monaten 440.000 Binnenfüchtlinge heimbegeben, außerdem 31.000 Menschen, die ins benachbarte Ausland geflohen waren.
Was in diesem Zusammenhang bisher noch nicht zu vernehmen war, waren zum Großteil Meldungen von Spitzenpolitikern aus Europa. Denn, so legen die Siegesmeldungen gegen den IS nahe, es dürfte bald nicht nur Syrern, sondern auch Irakern möglich sein, wieder in ihre angestammte Heimat zurückzukehren, die sie für den Aufbau sicher auch bitterlich nötig hat. Zudem ja, nun da Ruhe einkehrt, auch die Flucht- und Asylgründe wegfallen dürften.
Allerdings ist in den Medien noch nichts zu sehen oder zu lesen, dass hunderte und tausende wirkliche syrische Schutzsuchende, die in den letzten Jahren nach Europa und Deutschland flohen, in Scharen zu Flughäfen strömen, um in ihre Heimat zurückzukehren. Auch ist fraglich, ob die Politik sich dazu durchringen kann, eine neuerliche Wanderbewegung der nun ohne Asylgrund im Land Befi ndlichen zu unterstützen. Vermutlich möchte sich Merkel nicht von ihren „Kindern“ und Schulz nicht von seinen „Goldstücken“ trennen. Diskutiert wird hingegen, wie man mit IS-Heimkehrern umgehen soll. Diese haben ja nun vermutlich jetzt auch wirkliche „Flucht- und Asylgründe“
Und unfähig ist die Politi bisher ja auch im Falle der ganzen „unechten“ Syrer, die sich noch im Lande aufhalten und offenbar unabschiebar sind.

 

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