Die Vereinigten Staaten provozieren Russland weiter. So sagte die US-Luftwaffenstaatssekretärin Deborah Lee James am Rande der Pariser Flugschau, Russland sei in ihren Augen die „größte Gefahr“. Ohne auf Einzelheiten einzugehen, meinte James, sie sähe „keinen Grund“, warum die fünfte Generation der F-22-Kampfflugzeuge nicht in Europa stationiert werden könnten. Die F-22-Raptor-Flieger, die vom Rüstungskonzern Lockheed Martin hergestellt werden, besitzen unter anderem Tarnkappeneigenschaft. Ihr Verkauf ins Ausland ist nach einem US-Bundesgesetz untersagt. Am Montag gab zudem das US-Verteidigungsministerium in einer Erklärung bekannt, dass für „zusätzliche Flugstunden der F-22 im Jahr 2015“ der Betrag von 68.612.500 Dollar freigegeben wurde.

Wegen der aggressiven US-Politik verstärkt Russland seine Verteidigungsbemühungen. So sollen noch in diesem Jahr 40 neue, hochmoderne Interkontinentalraketen angeschafft werden. Das wiederum ist für Washington der Vorwand, mit neuen Provokationen zu antworten.

Die hochrangige Vertreterin der US-Luftwaffe ließ in Paris keinen Zweifel, dass sie wegen der angeblich von Russland ausgehenden Gefahr in Europa sei. Weitere Stationen ihrer Europareise neben Frankreich sind Großbritannien, Italien, Zypern, Polen und Deutschland. „Wir werden diesen Verbündeten versichern, dass wir auf ihrer Seite stehen“, erklärte James. Gleichzeitig will sie die NATO-Partner auch drängen, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Nutznießer wären vor allem die US-Rüstungsriesen wie Lockheed Martin oder Northrop Grumman.

 

B. T.

 

 

(Bild: Technical Sergeant Ben Bloker (USAF)/wikimedia.org)