Das jüngste Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin hat kein konkretes Ergebnis gezeitigt. Gezeitigt hat es allerdings, dass gegenwärtig die westlichen Staatschefs, allen voran der US-Präsident, wesentlich unberechenbarer sind als die Staatsmänner im Osten. Kreml-Chef Putin erweist sich geradezu als Hort von Stabilität und politischer Berechenbarkeit, während Trump immer unberechenbarer und unsteter in seiner Politik wirkt.

Auch die Führung der Europäischen Union zeichnet sich nicht durch Stabilität und politisches Charisma aus. Bei Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker weiß man nicht, ob es eine schwere Krankheit oder doch Alkoholprobleme sind, die seine politische Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigen. Und der polnische Ratspräsident Donald Tusk ist überhaupt ein politisches Leichtgewicht. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel steht offenbar vor dem völligen Machtverlust, und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron profiliert sich lieber als Chef eines Fußballer-Fanclubs. Kein Wunder also, dass Europa immer weniger Gewicht hat im Spiel der internationalen Politik.

Dem Beispiel Russlands scheint hingegen China zu folgen. Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping mag zwar kein Demokrat sein, aber er scheint für politische Stabilität und internationalen Ausgleich zu sein.

[Text: A.M.; Bild: kremlin.ru; Lizenz: CC BY 4.0]