Wenn etwa in der Montagausgabe der Gratisgazette „Heute“ zu lesen ist: „ein 29-jähriger stach Sonntagabend in Frankenthal (D) vier Menschen nieder. Zuvor hatte er sich in einer Bar geweigert die Getränke zu bezahlen.“ Jetzt stellt sich die Frage wen es interessiert ob der Mann 29, 30 oder vielleicht 35 Jahre alt ist. Viel wesentlicher wäre es in Zeiten explodierender Verbrechenszahlen durch ausländische Straftäter, insbesondere von sogenannten Asylsuchenden, die Tatsache, dass es sich bei dem Täter laut bild.de/news um einen Asylwerber aus Ägypten handelt, zu nennen.

Warum verschweigt man uns das? Diese Information ist nicht nur weit wesentlicher als sein Alter, sie steht auch im Zusammenhang mit der Tat. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Inländer ein vergleichsweise geringes Delikt wie die Zechprellerei durch schwere Körperverletzung verschlimmert, ist ungleich geringer als bei einem Fremden, der aus einem Kulturkreis stammt in dem Gewalt als „erlaubtes“ Mittel der Problemlösung gilt. Tatsächlich würde man sich nämlich ohne die Information, dass es ein Ägypter war, sehr wundern warum aus der Zechprellerei eine Messerstecherei wurde, zumal von Seiten des Wirtes keine Gewalt ausging und letztlich vollkommen Unbeteiligte zum Opfer wurden.

                                                                               

[Text: H. W.; Bild: Asugar/wikimedia.org]